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Widerspruchsrecht Anwaltsrechnung
Viele Mandanten beauftragen einen Anwalt heute per E-Mail, Kontaktformular, Telefon oder Videokonferenz. Oft geschieht dies in einer Stresssituation: Es droht eine Frist, ein Gerichtsverfahren oder ein anderes dringendes rechtliches Problem. Nicht selten erhalten Mandanten kurze Zeit später eine überraschend hohe Rechnung auf Grundlage einer Vergütungsvereinbarung oder Stundenhonorarvereinbarung. Was viele Betroffene nicht wissen: Wurde der Anwaltsvertrag ausschließlich über Fernkommunikationsmittel geschlossen, kann häufig ein gesetzliches Widerrufsrecht bestehen. Ein wirksamer Widerruf kann dazu führen, dass die Forderung des Anwalts ganz oder teilweise entfällt. Deshalb lohnt es sich, jede Rechnung vom Anwalt sorgfältig rechtlich überprüfen zu lassen.

Anwalt arbeitet ohne Auftrag
Viele Mandanten erleben dieselbe Situation: Eigentlich wollten sie ihrem Anwalt nur eine Frage stellen oder Unterlagen übersenden. Einige Wochen oder Monate später folgt jedoch eine hohe Rechnung. Abgerechnet werden Tätigkeiten, die nie ausdrücklich vereinbart wurden – etwa Vertretungsanzeigen, umfangreicher Schriftverkehr, Widersprüche oder sogar ganze Gerichtsverfahren. Wer eine Rechnung vom Anwalt ohne Auftrag erhält, muss diese Forderung nicht automatisch akzeptieren. Gerade bei Honorarvereinbarungen und Stundenhonoraren bestehen häufig erhebliche rechtliche Angriffspunkte. Wir prüfen, ob überhaupt ein wirksamer Auftrag vorlag und verteidigen Mandanten gegen unberechtigte oder überhöhte Forderungen ihres ehemaligen Anwalts.

Anwaltsrechnung unverständlich
Viele anwaltliche Vertragswerke sind unübersichtlich, unverständlich und nicht nachvollziehbar.
Das Verbraucherschutzrecht und das anwaltliche Berufsrecht verlangen jedoch, dass Vergütungsvereinbarungen leicht verständlich für den Mandanten sind (Bestimmtheitsgrundsatz / Transparenzgebot).
Eine Rechnung, die auf einem nicht verständlichen Anwaltsvertrag beruht, muss nicht bezahlt werden.
Wir verteidigen Sie gegen Ihren Rechtsanwalt, wenn dieser auf Grundlage eines rechtswidrigen Vertrags abrechnet.

Anwaltsrechnung zu hoch?
Viele Rechtsanwälte stellen zu hohe Rechnungen aus, da sie davon ausgehen, dass der Mandant die Berechnung sowieso nicht nachvollziehen kann.
Überprüfungen von Anwaltsrechnungen (insbesondere auf Stundensatzbasis) zeigen, dass die meisten Verträge rechtswidrig sind.
Eine rechtswidrige Anwaltsrechnung müssen Sie nicht bezahlen.
Da viele Anwälte sich der Tatsache bewusst sind, dass das eigene Abrechnungsverhalten nicht okay ist, ist es oft sehr einfach, eine Lösung zu finden (außergerichtliche Verhandlung).

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